Austragungssysteme, Lagerung und Logistik von Hack

Austragungssysteme, Lagerung und Logistik von Hackschnitzeln

Eine kostenoptimierte Auslegung des Hackschnitzelsilos muss neben den volumenabhängigen Baukosten auch die Transportlogistik für die Hackschnitzel berücksichtigen.
Es ist wirtschaftlich meist nicht zweckmäßig, den vollständigen Jahresbedarf einzulagern. Beispielsweise wäre für eine Wärmeversorgungsaufgabe mit einer Heizlast von 30 kW bei Lagerung des Jahresbedarfs ein Lagervolumen von etwa 60 m⊃3; erforderlich.

Das Silo sollte daher so groß dimensioniert sein, dass es bei einer Restmenge Hackschnitzel für etwa 10 bis 14 Tage eine ganze Wagen- bzw. Containerladung fassen kann. Verbreitet
ist die Anlieferung mit landwirtschaftlichen Anhängern/ Kippern (ca. 10 bis 30 m⊃3;), Container- bzw. Containerzug (25 bis 70 m⊃3;) oder Schubbodenauflieger (90 m⊃3;), sie erfolgt neuerdings auch mit Pumpfahrzeugen bzw. Pumpcontainern (21 bzw. 30 m⊃3;).
Das Brennstofflager sollte möglichst direkt an den Heizungsraum angrenzen, es kann auch darunter oder darüber liegen. Verbreitet ist das Abkippen des Hackguts in unter Flur liegende Hackschnitzellager.
Mit Hackschnitzel-Pumpwagen können Hackschnitzel – wie Holzpellets – auch in auf dem Boden befindliche oder weiter von der Zufahrt entfernt liegende Silos eingeblasen werden.
Über das sogenannte Austragungs- und Fördersystem wird die Hackschnitzelfeuerung automatisch, gesteuert über das Regelsystem der Heizungsanlage, mit dem Brennstoff Hackschnitzel beschickt. Bei kleineren und mittleren Hackschnitzelheizungen kommen dabei vorwiegend Federzinkenaustragungen und Förderschnecken zum Einsatz, bei größeren Anlagen auch Schubstangen-Austragungen und Förderbänder.

Es empfiehlt sich, die Belieferungsmöglichkeiten und die Belieferungssicherheit (Art der Hackschnitzel, Art der Anlieferung, Menge, Qualität, Preis und Nebenkosten der Anlieferung) vor Planung und Bau des Brennstofflagers abzuklären und entsprechend aufeinander abzustimmen. Mit einem zuverlässigen Dienstleister (Biomassehof, Landwirt, Maschinenring, etc.) sollte die Belieferung in mehreren Chargen für mindestens eine Heizperiode vertraglich vereinbart werden. Üblich sind mehrjährige Lieferverträge, die ggf. Preisanpassungsklauseln beinhalten.



 

 

Mit freundlicher Genehmigung von der Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V. (FNR) Die FNR im Internet: www.fnr.de

 

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