Hackschnitzelheizungen

 

Bauarten und Einsatzgebiete von Hackschnitzelfeuerungen

Hackschnitzelfeuerungen zählen zu den automatisch beschickten Biomassefeuerungen. Sie werden in einem breiten Leistungsspektrum ab 15 kW und bis in den höheren 2-stelligen Megawatt-Bereich eingesetzt.
Hackschnitzelfeuerungen kommen seit längerem erfolgreich als Heizwerke bzw. Heizkraftwerke im kommunalen und gewerblichen Bereich sowie als Kraftwerke im industriellen Bereich zur Anwendung.
Im Zuge der erheblichen Preissteigerungen für fossile Energieträger und der wachsenden Modellanzahl kleinerer Hackschnitzel-Heizungen finden sie seit einigen Jahren auch im Bereich der Ein- und Mehrfamilienhäuser, in der Landwirtschaft und im Garten- und Landschaftsbau zunehmendes Interesse.

Hackschnitzelfeuerungen werden mit unterschiedlichen Feuerungsbauarten bzw. Verbrennungsprinzipien gefertigt. Detaillierte Beschreibungen dazu sind den FNR-Fachbüchern „Handbuch
Bioenergie Kleinanlagen“ und „Leitfaden Bioenergie“ zu entnehmen. Im Kleinanlagenbereich fertigen zwei Drittel der Hersteller Hackschnitzelanlagen mit Rostfeuerung,

 

Eine Hackschnitzel-Heizungsanlage besteht in der Regel aus folgenden Anlagenkomponenten:

-> Brennstofflager/-silo mit Befüllvorrichtung und Austragungssystem
-> Brennstoffförderung zur Feuerung
-> Hackschnitzel-Feuerung/-Heizkessel
-> Wärmeabgabesystem, Brauchwasserspeicher und ggf. Pufferspeicher
-> Abgasanlage (Schornstein und ggf. sekundäre Rauchgasreinigung)
-> Ascheaustragssystem

Kleine Hackschnitzelheizungen werden von den Kunden/Bauherren meist direkt über den Hersteller bzw. Heizungsbauer bezogen und von diesen bzw. in deren Regie samt aller Anlagenkomponenten geplant
und installiert.

Bei größeren Hackschnitzelheizungen werden meist auf Biomasseanlagen spezialisierte Ingenieurbüros mit der Planung und Umsetzung des Projekts beauftragt.
Bei den in den Jahren 2004/2005 aus dem Marktanreizprogramm geförderten Hackschnitzelheizungen von 15 bis 100 kW handelt es sich in fast allen Fällen um Erstanlagen und nicht um Austausch/Erneuerung einer bereits vorhandenen Hackschnitzelfeuerung.
Die Feststellung, dass in 95 % aller Fälle auch eine Raumaustragung (Lagerentnahme) eingebaut wurde, deutet darauf hin, dass bisher keine entsprechende Altanlage vorhanden war und dass Anlagen
mit Vorratsbehälter zur manuellen Befüllung keine nennenswerte Bedeutung haben.

 

Mit freundlicher Genehmigung von der Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V. (FNR) Die FNR im Internet: www.fnr.de

 

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