Wirtschaftlichkeitsberechnungen

Wirtschaftlichkeitsberechnungen

Hackschnitzel-Heizungen bestehen aus deutlich mehr Anlagenkomponenten als z.B. Öl- oder Gasheizungen:

Hackschnitzelsilo/-lager mit Austragungssystem,
Hackschnitzel-Förderanlage, Kessel
mit Sicherheitssystem (Rückbrandsicherung, Sicherheitswärmetauscher),
Ascheaustragung und ggf.
Aschelagerbehälter,
ggf. Pufferspeicher.

Auch der Platzbedarf für Heizraum und Lager/Silo ist größer.
Entsprechend liegen auch die Investitionen in Hackschnitzelheizungen deutlich höher.
Die Evaluierung von 55 im Jahr 2004/2005 aus dem Marktanreizprogramm der Bundesregierung geförderten Hackschnitzelheizungen von 25 bis 100 kW
zeigt erhebliche Spannen in den Investitionskosten auf:

Hackschnitzelfeuerung 100 – 320 Euro/kW
Zubehör-/Installationsteile 10 – 150 Euro/kW
Raumaustragung 10 – 160 Euro/kW
(ohneLagerraum/Silo)
Montage 10 – 80 Euro/kW

Die mittleren spezifischen Investitionskosten gehen mit zunehmender Anlagenleistung zurück. Sie betragen bei einer 35-kW-Hackschnitzelheizung rd. 680 Euro je kW und bei einer 60-kW-Hack schnit zel - heizung rd. 450 Euro je kW.

 

 



Die Kostenstruktur einer Investitionsmaßnahme „Hackschnitzelheizung“ ist beispielhaft dargestellt.
Auf die Feuerung mit Kessel und Steuerung/Regelung entfallen etwa 67 % der Kosten.

Rund 17% der Kosten entfallen auf die Raumaustragung und Brennstofffördereinrichtung. Weitere Kostenträger sind die Peripherieteile (u.a. Pumpen, Mischer, Rohre,
Ausdehnungsgefäße, Verteiler, Armaturen, Entlüftung, Verbrauchsmaterial) mit ca. 13 % und die Montageleistung mit ca. 7%. Auch der Pufferspeicher ist mit ca. 7% in Ansatz zu bringen. Nicht berücksichtigt sind hierbei bauliche Maßnahmen für Heizraum, Hackschnitzellager/Silo, Schornstein, hydraulische Einbindung sowie evtl. Planungsleistungen.

 

 



Beispielhaft werden in der nachfolgenden Tabelle Kosten- und Wirtschaftlichkeitsbetrachtungen für Hackschnitzel-
Heizungen mit 35 kW und 60 kW Nennleistung dargestellt


 

 

Bei den Biomasseanlagen sind höhere Investitionskosten und somit höhere jährliche Kapitalkosten im Vergleich zu Öl- oder Gaskesseln gegeben.
Allerdings werden die höheren Kapitalkosten insbesondere bei Hackschnitzelheizungen – je nach Brennstoffverbrauch - durch die geringeren Brennstoffkosten aufgewogen.
Die Brennstoffkosten als wesentliche verbrauchsgebundene Kosten bestimmen das Ergebnis der Wirtschaftlichkeitsberechnung maßgeblich.
Bei den gezeigten Berechnungsbespielen mit durchschnittlichem Heizwärmebedarf erweist sich die Hackschnitzelheizung bereits als wirtschaftlich.
Im Falle größeren Jahresheizwärmebedarfs erhöht sich die Vorzüglichkeit der Hackschnitzelheizung.
In der Wirtschaftlichkeitsbetrachtung ist die Erwartung einer künftig weiter auseinander laufenden Preisschere zwischen fossilen Brennstoffen und Holzhackschnitzeln nicht berücksichtigt. Auch hieraus kann eine weitere Verbesserung der Wirtschaftlichkeit von Hackschnitzelheizungen resultieren.
Damit wird deutlich, dass die Entscheidung für eine Hackschnitzel-Heizung oftmals eine wirtschaftlichen Erfolg versprechende Option darstellt.

 

Mit freundlicher Genehmigung von der Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V. (FNR) Die FNR im Internet: www.fnr.de

 

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