Kesselwirkungsgrad

Kesselwirkungsgrad

Scheitholzvergaserkessel besitzen konstruktionsbedingt Kesselwirkungsgrade von mindestens 80 bis über 90 Prozent und haben damit eine Spitzenposition
im Vergleich verschiedener Scheitholzverbrennungssysteme (Kamine, Kaminöfen, etc.).
Für eine Förderung entsprechend des neuen Bundesprogramms (siehe Punkt 3) ist – neben anderen KriterienKriterien – ein Kesselwirkungsgrad von mindestens 90 % erforderlich.

In diesem Zusammenhang ist die Stärke der Kesselisolierung wichtig, um die Abstrahlung zu minimieren und die erzeugte Wärme mit möglichst geringem Verlust in den Heizkreislauf einzubringen.

Die bisher höchsten geprüften Kesselwirkungsgrade bei Modellen im Nennleistungsbereich bis 50 kW liegen bei 92 bis 94 %. Es sind stolze 35 Kesselmodelle von 15 Herstellern mit diesen hohen Kesselwirkungsgraden verfügbar.

Im Zusammenhang mit der Wirkungsgraddiskussion wird von einigen Herstellern im Prospekt mit dem feuerungstechnischen Wirkungsgrad argumentiert,
um die Überlegenheit des eigenen Produktes hervorzuheben. Das ist irreführend, da dieser Wert Wärmemenge im Verhältnis zum Wärmeinhalt des eingesetzten Brennstoffs angibt.

Der Kesselwirkungsgrad dagegen gibt das Verhältnis der nutzbaren Wärmemenge (Vorlaufleitung des Kessels) zum Wärmeinhalt des eingesetzten Brennstoffs an. Da hier alle Verlustquellen an der Wärmeerzeugungsanlage einbezogen werden (Abstrahlungsverluste, Abgasverluste etc.) ist er fürdadurch auch niedriger als der feuerungstechnische Wirkungsgrad).

Der technisch erreichbare Kesselwirkungsgrad am Aufstellungsort ist auch von den Schornsteinverhältnissen abhängig. Viele Scheitholzvergaserkessel gestatten eine Regulation der Abgastemperatur durch Veränderungen der Rauchgasführung im Wärmetauscher.

Je mehr Schikanen (Turbulatoren) das Rauchgas nach dem Verlassen der heißen Brennkammer im Wärmetauscher überwinden muss, desto mehr Wärme kann es abgeben, desto niedriger ist die Abgastemperatur und desto höher ist folglich der Kesselwirkungsgrad.

Je „kälter“ das Abgas, desto höher ist jedoch auch die Gefahr der Schornsteinversottung durch Unterschreitung der Taupunkttemperatur. Um hier ein Abgastemperatur-Optimum mit ausreichender Reserve zu erreichen, sollte die Feineinstellung des Scheitholzvergaserkessels am Aufstellungsort stets von einem Fachmann durchgeführt werden.

Die dargelegten Kriterien zeigen deutlich, dass ein objektiver Kesselwirkungsgradvergleich nur in Prüfanstalten bei definierten Abgasbedingungen möglich ist.

 


Texte mit freundlicher Genehmigung von der Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V. (FNR) , Bioenergieberatung Hofplatz 1 18276 Gülzow Die FNR im Internet: www.fnr.de; www.nachwachsende-rohstoffe.de

 

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